Unter dem Titel „Jung. Arm. Übersehen!?“ findet am 24. August 2026 die zweite Armutskonferenz für Offenbach und Frankfurt im Capitol Offenbach statt. Im Mittelpunkt stehen Kinder- und Jugendarmut, kommunale Strategien und wirksame Praxisansätze. Der Evangelische Verein ist Mitveranstalter und gestaltet zwei Workshops.
Mit der zweiten Armutskonferenz für Offenbach und Frankfurt rückt erneut ein sozialpolitisch relevantes Thema kommunaler Planung in den Fokus. In beiden Städten sind viele Kinder, Jugendliche und Familien von Armut betroffen oder bedroht. Das Aufwachsen in Armut wirkt sich auf Bildungswege, Gesundheit, Teilhabe und Zukunftschancen junger Menschen aus – und hat damit weitreichende Folgen für unsere Gesellschaft.
Die Konferenz knüpft an die erste Armutskonferenz für Frankfurt und Offenbach aus dem Jahr 2023 an und setzt den Schwerpunkt diesmal bewusst auf Kinder- und Jugendarmut. Im Zentrum stehen kommunale Strategien gegen Kinderarmut in Frankfurt und Offenbach, fachliche Impulse aus der Armutsforschung und der Austausch über wirksame Praxisansätze. In Workshops und einer abschließenden Podiumsdiskussion kommen Fachpraxis, Politik, Wissenschaft, Kirche und junge Menschen miteinander ins Gespräch.
Ziel der Konferenz ist es, die Lebenslagen von betroffenen Kindern, Jugendlichen und Familien stärker sichtbar zu machen, armutssensibles Handeln zu fördern und konkrete Impulse für präventive und unterstützende Angebote vor Ort zu setzen.
Als Mitveranstalter bringt der Evangelische Verein für Kinder- und Jugendhilfe Rhein-Main e.V. seine Erfahrungen aus der Praxis in die Konferenz ein. Zwei Workshops werden von unseren Kolleg*innen durchgeführt:
Workshop 1: Das infrastrukturelle Poolmodell TIGER – Mehr Teilhabe im Schulalltag durch präventive Unterstützung
Das infrastrukturelle Poolmodell TIGER schafft niedrigschwellige, präventive Unterstützung im Schulalltag. Sozialpädagogische Kräfte begleiten Kinder, Gruppen und Klassen flexibel und stärken Teilhabe, Lernen und soziale Entwicklung. Der Workshop zeigt den Innovationsgehalt, die armutspräventive Wirkung und notwendige kommunale Voraussetzungen des Modells.
Mit Florian Streich, Arbeitsbereichsleitung „Bildung und Teilhabe“, und Ursula Renkewitz, Projektkoordination „Infrastrukturelles Poolmodell TIGER“, beide Evangelischer Verein für Kinder- und Jugendhilfe Rhein-Main e. V.
Workshop 2: Armutssensible Arbeit in der Offenen Jugendarbeit mit einem besonderen Blick auf Mädchen*arbeit
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit begegnet jungen Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenslagen, die häufig von sozialen Ungleichheiten geprägt sind. Der Workshop fragt, welche Rolle OKJA in diesem Kontext spielen kann, und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Lebenswelt von Mädchen* und die Auswirkungen von Armut.
Mit Svenja Klemen, Leitung Mädchen*treff und Jugendhaus am Bügel, Evangelischer Verein für Kinder- und Jugendhilfe Rhein-Main e. V., und Dr. Johanna Wilmes, Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei.
Sollten angemeldete Personen nicht teilnehmen können, bitten die Veranstalter um frühzeitige Absage; ohne Absage wird eine Ausfallgebühr von 20 Euro erhoben.
